Investition in die Digitale Transformation

Die Corona-Krise ist Auslöser für einen deutlichen Digitalisierungsschub

Rolf Hahn hat – wie alle Firmenchefs, die ihre Aufgabe ernst nehmen – harte Wochen hinter sich: Schon bevor die Corona-Pandemie hierzulande ihren Höhepunkt erreichte, hat der Vorsitzende der Geschäftsführung von Mercator-Leasing gemeinsam mit einem Notfall-Team entschieden, mehr als die Hälfte der Mitarbeiter ins Home Office zu schicken. Das war ein Novum für das Leasing-Unternehmen und eine logistische Herausforderung – aber für Hahn alternativlos. „Der Schutz unserer Mitarbeiter hatte oberste Priorität.“ Seitdem hat man in Schweinfurt weitgehend positive Erfahrungen mit dem Home Office gemacht. Zwar gebe es eine große Bandbreite in der Nutzung, abhängig von der persönlichen Situation der Mitarbeiter: Manche würden am liebsten komplett von zuhause arbeiten, andere wiederum vermissen den Austausch mit den Kollegen. „Grundsätzlich kann man als Unternehmen die Mitarbeiterzufriedenheit aber deutlich verbessern, wenn man ihnen ein passendes Home Office-Konzept anbietet“, ist Hahn überzeugt. Und nach seinen Erfahrungen habe die Produktivität keineswegs darunter gelitten, dass viele Mitarbeiter in den letzten Monaten von zuhause aus gearbeitet haben. Der langjährige Firmenchef ist überzeugt davon, dass die Corona-Krise Auslöser für einen deutlichen Digitalisierungsschub ist. Was alleine von staatlicher Seite gerade an Fördergeldern für Schulen und Unis mobilisiert wird, sei schon beachtlich. Zudem würden viele Unternehmen die Corona-Krise zum Anlass nehmen, ihre Prozesse auf den Prüfstand zu stellen und in die digitale Transformation zu investieren. Hahn: „Der digitale Zug wird auch in Deutschland deutlich an Fahrt aufnehmen.“

„Wir haben Reserven auf gebaut, was uns jetzt sehr guttut. Wir haben die Krise aus eigener Kraft gemeistert.“

In Schweinfurt ist man bislang weitgehend unbeschadet durch die Krise gekommen. Allenfalls einige Wochen war es etwas ruhiger, ansonsten lief das Geschäft normal weiter. Dass dies nicht bloß Schönwetter-Rhetorik ist, belegen die Zahlen des jüngsten Geschäftsabschlusses (Stichtag 30. Juni 2020): Demnach verbuchte Mercator-Leasing im Geschäftsjahr 2019/2020 satte, zweistellige Zuwächse in allen Geschäftsbereichen. Das Neugeschäftsvolumen hat sogar erstmals die Schwelle von 500 Mio. Euro überschritten. Stabilität und Nachhaltigkeit waren und sind für Hahn wesentliche Faktoren. „Wir haben Reserven aufgebaut, was uns jetzt sehr guttut.“ Tatsächlich hat man es geschafft, komplett ohne Kurzarbeit durch die Corona-Zeit zu kommen – im Gegenteil wurden in den letzten Wochen sogar noch weitere Mitarbeiter eingestellt. „Wir haben die Krise aus eigener Kraft gemeistert“, so Hahn, „und sehen uns für die Zukunft gut gewappnet“.

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